Sportförderung - Unterstützung für Tennisvereine auf Landesebene

Als Ganzjahressport sieht sich Tennis mehreren Herausforderungen ausgesetzt. So ist die Unterhaltung von Indoor- und Outdoorsportanlagen energie- und kostenintensiv. Für viele mitgliederarme Vereine bedeutet allein dies eine enorme Kraftanstrengung. Die Landessportförderung kann für viele Vereine eine erhebliche Erleichterung mit sich bringen.

Thomas Müller, Pressesprecher des württembergischen Landessportbundes, bekräftigt die Abhängigkeit der Vereine von Fördermaßnahmen: „Der Unterhalt von Tennishallen ist für Tennisvereine sicher keine leichte Aufgabe.“ Auf der Ausgabenseite gelte es deshalb, einen genauen Blick auf die Betriebskosten zu werfen. Tennisvereine hätten zudem die Möglichkeit, „über die Vermietung ihrer Hallenplätze Einnahmen zu erzielen; das können andere Sportarten nicht.“ Jährliche Platzinstandsetzungsmaßnahmen und die vergleichsweise hohe Anzahl an Übungsleitern fließen in die Jahresbilanz mit ein. Letztendlich ist und bleibt der Tennissport in Zeiten abnehmender Mitgliederzahlen und klammer Vereinskassen auf Unterstützung und Landessportförderung angewiesen.

Breites Förderspektrum

Erfreulicherweise ist das Förderspektrum im Amateursport breit angelegt, wenn auch häufig unübersichtlich. Das Angebot reicht von Zuschüssen für Sanierungs-, Renovierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen bis hin zu teuren Sport-, Pflege- und Hilfsgeräten (z.B. Beleuchtungs- u. Bewässerungsanlagen). So werden in Württemberg beispielsweise Geräte ab einem Kaufpreis von 5000 EUR bezuschusst.

Unterschiedliche Verfahrensweisen

Um die Verteilungsgerechtigkeit der Mittel zu gewährleisten, haben Landesverbände unterschiedliche Regelungen gefunden: In Württemberg werden Förderanträge chronologisch bearbeitet. Hier entscheide, so Müller, das Datum der Antragsstellung. Somit rücke jeder Verein, der in einem Jahr nicht berücksichtigt worden sei, für das Folgejahr nach oben. Streitfragen wie „Wer darf zuerst?“ können so kaum aufkommen. Hessen löst die Gerechtigkeitsfrage durch die Ausschüttung einer festen Grundförderungssumme, mit der jeder Verein alle 8 Jahre bedacht wird. Alle darüber hinausgehenden Anträge würden separat und nach individueller Vereinssituation beurteilt, berichtet der Leiter des LSBH-Geschäftsbereichs Vereinsmanagement, Michael Silz aus Hessen. Letztendlich kämen durch diese Verfahren auch kleine Amateurvereine zum Zug.

Events werden unterstützt

Die (Mit-)Organisation und Durchführung lokaler Sport- und Fitnessevents sowie die Beteiligung an Turn- und Sportfesten oder gezielten Aktionstagen wird nicht nur in Brandenburg („run up – Trimm Trab ins Grüne“) oder Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützt. Aus der Präsenz in den Medien und einem Gesicht in der regionalen Öffentlichkeit können positive Synergieeffekte entstehen. Der eigene Verein wird bekannter, man kommt ins Gespräch mit potenziellen Mitgliedern, die man durch solche Aktionen begeistern kann. Im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern werden entsprechende, das Gemeinwesen fördernde Veranstaltungen durch Anträge zur Rückerstattung von Fahrt- und Verpflegungskosten sowie durch Entschädigungen für Schiedsrichter und Organisatoren unterstützt.

Gute Planung ist das Wichtigste

Eine sorgfältige und eine strukturierte Planung bleiben dabei aber in jedem Fall erforderlich. Stringente Argumentations- und Begründungszusammenhänge sowie die Beachtung von Bewilligungsfristen und Zuwendungsvoraussetzungen bleiben trotz neuer Entwicklungen das A und O. „Aus meiner Erfahrung heraus gibt es zwei zentrale Punkte“, berichtet Thomas Müller: „Zum einen muss man sich darüber informieren, welche Förderprogramme es überhaupt gibt. Zum anderen gilt es die Formalitäten und Fristen (…) zu beachten.“
Es sei schließlich ärgerlich, wenn ein Zuschuss nicht ausgezahlt werden kann, weil Unterlagen fehlen oder der Antragsschluss bereits verstrichen ist. ■ Daniel Albrecht

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