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Kenne deinen Feind – Ursachen für Schäden auf dem Tennisplatz

Plätze mit Tennenbelag stellen im Tennis den Großteil der bespielten Flächen. Er ist wegen seiner grundsätzlich guten Federungseigenschaften sehr beliebt bei den meisten Aktiven, aber empfindlich. Beeinträchtigungen der Qualität kommen hier aus zwei Richtungen: von Mensch und Umwelt. Die Fehlerquellen in der Behandlung sowohl durch Spieler als auch durch Bearbeitung sind leider zahlreich. Aber auch Witterungsverhältnisse und Verunreinigungsquellen verderben so manchen Sportplatzbelag. Es liegt in der Hand des Vereins, über mögliche Ursachen der Beeinträchtigung informiert zu sein und diese auszuschließen. Unter Umständen spart man damit viel Ärger und Geld.

Gefahr  im Grünen

Eine Oberfläche – auch eine vom Menschen geschaffene – bleibt nie frei von Leben. Je älter der Belag, desto mehr Zeit hatten Wind und Wetter, darauf Laub, Pollen und Staub anzulagern. Diese natürlichen Nährstoffe ermöglichen das Wachstum von Moosen, Flechten und Gräsern, die durch ihr Wachstum die Eigenschaften der Tennenfläche beeinflussen. Pflanzen brechen durch Wurzelwachstum die Schichtung der Materialien auf und sorgen für unerwünschte Durchmischung grober und feiner Belagschichten. Selbst ein feiner Algenfilm, der wächst wenn das Wasser nicht schnell genug abfließen kann, macht den Belag für Spieler deutlich rutschiger.

Gut gepflegt ist mehr als halb gewonnen

Die im Laufe des Jahres angesammelten Verunreinigungen des Ziegelmehls sind es, die durch die jährliche Frühjahrsinstandsetzung entfernt werden sollen. Daher ist es so wichtig, dass das alte Ziegelmehl abgetragen wird, bevor eine neue Schicht aufgebracht wird. Geschieht das nicht oder nur unzulänglich, bilden sich durch den „belebten“ Untergrund Faulgase, die man bei Regen in Form von Bläschen aufsteigen sehen kann. Der Belag quillt auf, wird uneben, die Schichtung rutscht durcheinander – der Platz wird unbespielbar. Pflanzen sind daher oft ein Indikator für eine verunreinigte Belagschicht mit mangelhaften Sickereigenschaften.

Da Wasser das Wachstum aller Algen, Moose und Flechten überhaupt ermöglicht, sind Tennenflächen besonders in regenreichen Jahreszeiten gefährdet. Starke Winde wehen im Herbst Laub und abgebrochene Zweige auf den Platz, vor allem wenn viele Bäume in der Nähe stehen. Nadelbäume können ein besonderes Problem darstellen: Die Nadeln sind deutlich schwieriger zu entfernen und schaden dem Belag zusätzlich durch ihr hohes Säureniveau.

Eine fachgemäße Einwinterung des Platzes sollte daher stets vorgenommen werden, eventuell mit teilweiser Abdeckung. Das Regenwasser weicht den Belag auf und macht ihn anfällig für mechanische Beschädigungen. Hier sollte der Mensch als Verursacher ausgeschlossen werden können, was bedeutet, den Platz in den nassen Herbst- und Wintermonaten vor Trittschäden zu schützen. Nasse Plätze zu betreten ist Fehlerquelle Nummer eins! Sei es der Spieler, der den Boden nach dem Bewässern nicht lang genug abtrocknen lässt, bevor das Match beginnt; oder sei es der Fußballer vom angrenzenden Feld, der über den Zaun klettert und durch den Ziegelschlamm stapft, um seinen Ball wiederzuholen: der Platz nimmt Schaden.

Außerhalb der Spielsaison sollten Tennisplätze ohnehin für alle tabu sein, während der Saison sind Schuhe mit flachem Profil angesagt. Stollenschuhe, wie sie beim Fußball oft zum Einsatz kommen, setzen einen regelrechten Teufelskreis in Gang: sie reißen die empfindliche Schichtung auf, in den Löchern kann sich Schmutz anlagern, es können Schäden entstehen, die nicht mehr so einfach durch erneutes Schlämmen ausgebügelt werden können. Auch die Schubkarre des Platzpflegenden oder andere fahrbare Gerätschaften können durch ein tiefes Reifenprofil dem Belag schaden. Daher wird man mit breiten, luftbereiften Rädern mit geringer Profilstärke besonders bei schweren Ladungen besser fahren.

Zusammenarbeit ist gefragt

Ein sachkundiger, engagierter Platzwart ist für jeden Verein Gold wert. Schließlich macht ein Platz nicht nur im Herbst und Frühjahr, sondern auch während der Saison Arbeit. Das Bespielen selbst ist natürlich ebenfalls eine Schadensursache, wenn das Bewässern und Abziehen des Platzes vor dem Match nicht von allen Spielern sorgfältig erledigt wird. Beim Spiel entstehen durch die starke Belastung Durchtritte und Mulden, die der Platzwart so bald wie möglich mit Scharrierer und frischem Ziegelmehl ausbessern sollte. Jedes weitere Spiel würde die beschädigte Stelle nur vergrößern und wenn der Sand erst einmal bis auf die Schlackeschicht abgewetzt ist, lässt sich der Schaden kaum noch ausgleichen. Ein Platzwart hat immer im Auge, welche Stellen des Platzes pflege- oder reparaturbedürftig sind und nimmt die notwendigen Arbeiten selbst oder zusammen mit den Spielern vor. Die Verantwortlichkeit sollte auch bei der Einwinterung und der Frühjahrsinstandsetzung nicht vollkommen aus der Hand gegeben werden, da auch ein Tennisplatz davon profitiert, wenn es jemanden gibt, der genau über ihn Bescheid weiß… Hauptsache ist: Im gemeinsamen Bemühen von Spielern und Aktiven können die meisten Schadensursachen ausgeschlossen werden.

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