CourtFix - Einsanden und Schlämmen leicht gemacht

Einsanden und Schlämmen leicht gemacht

„CourtFix“ heißt die neue Wunderwaffe der Platzwarte. Einsanden und Einschlämmen sollen mit ihm zum Kinderspiel werden und beeindruckende Ergebnisse erzielen – und das ganz ohne Einsatz von Maschinen und Elektronik. Die Resonanz unter den Vereinen ist groß, und mit ihr auch die Begeisterung der Anwender. RETURNAL hat nachgefragt, was den CourtFix so besonders macht.

Die grundlegende Funktionsweise des CourtFix ist schnell beschrieben: Nach Angaben des Herstellers Gerold Pfaff aus Pfullendorf wird durch zwei parallel hintereinander angeordnete Metallschienen der überschüssige Sand so lange mit sich gezogen, bis eventuelle Senken aufgefüllt und Unebenheiten ausgeglichen sind. Diese Methode ist allerdings nur bei kleineren Senken und Unebenheiten von wenigen Millimetern ratsam. Zwar können auch größere Mulden mit dem CourtFix aufgefüllt werden, doch die gewünschte Verdichtung und Festigkeit des Untergrunds wird auf diese Weise auch mit anschließender Bewässerung und Bearbeitung mit der Walze nicht erreicht. Hierzu ist eine feuchte Einarbeitung des Ziegelmehls erforderlich, wie sie von Experten aufgrund der wasserbindenden Eigenschaft des Tennissandes ohnehin empfohlen wird, unabhängig davon, ob man nun den CourtFix einsetzt oder nicht. Doch genau hierin liegt für viele Platzwarte das Problem, das dank des CourtFix nun der Vergangenheit angehören soll. Denn die Durchführung des Einschlämmens soll mit dem Gerät enorm vereinfacht werden.

Bequeme Handhabung

Ohnehin seien mit dem CourtFix beim nassen Verteilen und Einarbeiten des Materials die besten Ergebnisse zu erzielen, so der Hersteller. Mulden und Unebenheiten ließen sich so noch effektiver und wirksamer beheben. Ein möglicherweise entscheidender Vorteil des neuen Geräts könnte seine einfache Handhabung sein.
Der Courtfix ist nämlich trotz seiner Breite von etwa drei Metern ein echtes Leichtgewicht. Einsatz und Bedienung werden dadurch enorm vereinfacht. Im Vergleich zum klassischen Gummihobel, wie er von vielen Tennisservice-Firmen beim Einschlämmen verwendet wird und dessen Einsatz Erfahrung und Übung erfordert, lässt sich der CourtFix leicht über den Platz ziehen und mit dem Zugseil bequem steuern - ein Argument, das für die Platzwarte durchaus eine Rolle spielt, wie auch die Aussagen der von RETURNAL befragten Vereine zeigen.

Vereine sind begeistert

Von den befragten Vereinen ist jedenfalls nur Gutes über die Neuentwicklung aus Süddeutschland in Erfahrung zu bringen. Beim TC Flomersheim in der Pfalz entschied man sich im vergangenen Jahr zum Kauf des CourtFix. Der Verein setzt seine sechs Außenplätze bereits seit 1995 in Eigenregie instand. „Für uns ist CourtFix eine große Erleichterung“, berichtet der technische Leiter Ewald Müller. Obwohl bei der letzten Instandsetzung deutlich weniger Helfer mitwirkten, habe man die Arbeiten deutlich schneller erledigen können als in den Jahren zuvor. Das Ergebnis habe darunter keineswegs gelitten, im Gegenteil: „Man bekommt ebene, feste Plätze. Die Anleitung ist auch sehr gut und verständlich“, erklärt Müller. Auch während der Saison habe sich die Anschaffung bereits ausgezahlt. „Ausbesserungen auf den Plätzen sind schnell gemacht“, freut sich der Platzwart und spricht abschließend sogar von einem „Quantensprung“ für den Verein in Bezug auf die Pflege der Tennisplätze.
Ebenso positiv äußert sich Friedemann Schoch von BW Feldkirch in Österreich, wo man sich bereits vor zwei Jahren einen CourtFix zur Pflege der acht Tennisplätze zugelegt hat. „Das Gerät funktioniert einwandfrei“, zeigt sich der technische Leiter mit der Verdichtung der Tennisplätze zufrieden. „Man bekommt einen top-ebenen Platz.“ Einzig der hohe Wasserbedarf müsse bedacht und sichergestellt werden.

Wasserversorgung muss gegeben sein

Denn um ideale Ergebnisse zu erzielen, muss eine wichtige Bedingung erfüllt sein. Eine ausreichende Wasserversorgung ist notwendige Voraussetzung für den optimalen Einsatz des CourtFix. Darauf weist allerdings auch der Hersteller in Bezug auf die Einarbeitung des Materials ausdrücklich hin. „Es gibt nur zu wenig Wasser, nicht zu viel“, ist in der Bedienungsanleitung des CourtFix nachzulesen. Ganze zwei bis fünf Millimeter tief sollte das Wasser auf dem Platz stehen. Daher wird die Wasserzufuhr aus zwei mit Fächerdüsen bestückten Dreiviertelzoll-Schläuchen empfohlen.
Auch Rüdiger Vierhock, Inhaber einer Tennisservice-Firma und seit 20 Jahren in Tennisplatzbau und -pflege tätig, sieht den CourtFix als nützliches Hilfsmittel für Vereine, die sich selbstständig um Ihre Plätze kümmern. „Man erreicht mit dem CourtFix tatsächlich eine sehr gute Festigkeit und Ebenheit der Plätze“, erklärt der Experte, der das Gerät selbst getestet hat. Bedenken hat er allerdings bezüglich der Wasserversorgung. Auf vielen Anlagen sei kein optimaler Wasserdruck gegeben, weiß Vierhock aus Erfahrung.
Wer den CourtFix nicht per Hand ziehen möchte, kann ihn auch an ein Fahrzeug anhängen. Hierfür kann eine Sicherheitskupplung mit regelbarem Auslösemoment mitbestellt werden, die ein problemloses maschinelles Ziehen des Geräts ermöglicht.

Zwei weitere Neuentwicklungen

Gerold Pfaff präsentiert außerdem zwei weitere neue Produkte. Mit der Linienfräse (Foto unten rechts) soll das Setzen von Linien erleichtert werden. Dabei wird eine Schlagschnur verwendet, wie sie unter anderem auch bei Zimmermännern und Dachdeckern zum Einsatz kommt. Diese setzt eine gerade Markierungslinie, die anschließend mit der Fräse verfolgt werden kann.
Um ein Hochbiegen der unter Spannung stehenden Linienenden - zum Beispiel durch Frost - zu vermeiden, wurden spezielle Linienhülsen entwickelt (Fotos unten links). Diese sind 20 Zentimeter lang und werden stirnseitig in die Linienstege eingeschlagen, wo sie für eine bessere Stabilität und Festigkeit sorgen sollen.

Was kostet das alles?

Der CourtFix ist für 870 Euro zu haben, die Sicherheitskupplung für 112 Euro. Die Linienfräse kostet 399 Euro, ein Set Linienhülsen (36 Stück) gibt es für 34 Euro (jeweils zzgl. Versand).

Mehr Informationen:
Einen ausführlichen Testbericht über den CourtFix lesen Sie in der nächsten Ausgabe der RETURNAL.

Kontakt zum Hersteller:
Gerold Pfaff
Burgweg 1
D-88630 Pfullendorf
gerold.pfaff@courtfix.de
www.courtfix.de

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