Linienhülsen

Günstige Alternative für ebene Linien

Das Problem kennt wohl jeder Platzwart: Die Linienenden der Spannlinien stehen aus dem Boden heraus. Das sieht nicht nur unschön aus und beeinträchtigt die Bespielbarkeit der Plätze, sondern stellt zugleich eine Gefährdung für die Gesundheit der Tennisspieler dar. Grund ist oft der nicht fachgerechte Einbau der Linierung. Gerold Pfaff verspricht mit einer seiner neuesten Innovationen einen Fortschritt in diesem Bereich der Platzpflege. Dank spezieller „Linienhülsen“ soll das Hochstehen der Linienenden künftig der Vergangenheit angehören. RETURNAL hat sie gemeinsam mit OPTITENN getestet.

Spannlinien werden im Gegensatz zu altherkömmlichen Stecklinien mithilfe von Ankern befestigt, die jeweils im Endbereich der Linien in Bodenrohre eingeschlagen werden. Die Linie selbst steht dadurch unter enormer Spannung. Ein kleiner Rest der Linie geht allerdings immer über die Stelle hinaus, an der die Anker eingeschlagen werden. Dies sind die besagten Linienenden. Werden Bodenrohr und Bodenanker so weit wie möglich am Ende der Linie platziert, steht auch das Linienende unter ausreichend großer Spannung und in der Regel nicht hoch. Wurden Rohr und Anker jedoch zu weit innen oder in einem falschen Winkel eingebracht, kann es zu einem Hochstehen der Linienenden kommen. Um dies zu beheben, musste man bisher die Bodenrohre auswechseln. Bei einem Preis um die 7 EUR pro Rohr kann dies schnell kostspielig werden.

Anwendung der Linienhülsen

Die Linienhülsen werden stirnseitig in die Linien eingeschlagen. Hierfür sind sie mit einem schmalen Schlitz versehen, sodass sie die beidseitig vorhandenen Kunststoff-Schienen, die sogenannten Linienstege, auf der Linien-Unterseite umschließen und somit fest an der Linie sitzen. „Idealerweise sitzt der Liniensteg direkt an der inneren Wandung der Hülse auf“, heißt es in der Montageanleitung. Nach dem Einschlagen sollten die Linienenden im Idealfall schonend eingeschlämmt werden. Unsere Mitarbeiter waren beim Test vollauf begeistert von der einfachen Anwendung. Die Linienhülsen lassen sich problemlos einschlagen. Es bietet sich an, die Linie davor einmal testweise zu spannen, da anschließend häufig ein Stück der Linie abgeschnitten werden muss. So kann man das Stück vorher abschneiden, die Hülsen einschlagen und dann die Linie spannen.

Stabilisierender Effekt

Mit einer Länge von 20 Zentimetern liegt der Großteil der Linienhülsen unterhalb des Hauptteils der Linie, der, wie erläutert, unter großer Spannung steht und durch die Bodenanker stabilisiert wird. Der Effekt der Linienhülsen besteht nun darin, dass das kurze, nicht gespannte Linienende von einem „Hochstehen“ abgehalten wird, da die Linienhülse ihm genügend Stabilität verleiht. Beide Bereiche der Linie bleiben somit dauerhaft auf demselben Niveau.

Fazit

Die Linienhülsen haben im Test absolut überzeugt. Ihr Einsatz ist weniger aufwendig und mit 34 EUR für 36 Stück weitaus günstiger als der Austausch der Bodenrohre. Die Anwendung ist einfach und schnell zu erlernen. Damit stellen sie eine echte Alternative zu einer Erneuerung des Linien-Zubehörs dar. Fabian Kappel

Deine RETURNAL Redaktion

 

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