Beachtennis - Tennis mit Urlaubsfeeling

Sonniges Wetter, weicher Sand und frische Meeresluft – die ideale Atmosphäre, um dem grauen Alltag zu entfliehen. Kein Wunder also, dass ungezwungene Strandsportarten wie Beachvolleyball mit viel Spaß und nackter Haut immer mehr Anhänger locken. Ein Erfolgskonzept, das nun auch der Tennissport für sich entdeckt hat. Beachtennis heißt die neue Sportart, deren rasant steigende Beliebtheit viele Vereine vor Mitgliederschwund und Finanznot bewahren könnte.

Ursprünglich als Freizeitspaß an italienischen Stränden gespielt, gelangte Beachtennis in den 90ern nach Deutschland. Rasch erkannten die deutschen Sportpädagogen Adi Luger und Dr. Eberhard Mensing das Potenzial der unkonventionellen Sportart und begannen mit der Ausarbeitung eines eigenen Regelwerks. Als Basis dienten zwar die offiziellen Tennisregeln des Deutschen Tennis Bundes (DTB), doch lassen sich in einigen Punkten markante Unterschiede der beiden Sportarten ausmachen, z.B. was die Aufschlagregel angeht. So ist beim Aufschlag im Beachtennis nur ein Versuch erlaubt und der Ball muss von einer beliebigen Position der eigenen Grundlinie ins Spiel gebracht werden. Als Aufschlagfeld dient das gesamte gegnerische Feld, es kann also immer auf den gleichen Gegenspieler aufgeschlagen werden. Zudem muss der Ball beim Aufschlag aufsteigend, also von unten gespielt werden. Des Weiteren bedient sich Beachtennis einer speziellen Zählweise, die der so genannten No-Ad-Regel folgt: Es gibt nur einmal Einstand, der nächste Punkt dient der Spielentscheidung.
Lockere Regeln und Urlaubsatmosphäre haben Beachtennis längst zur Trendsportart gemacht. Erfahrene Tennisspieler nutzen die sandigen Partien als willkommene Abwechslung vom Vereinsalltag, junge Spieler finden durch Beachtennis leichteren Zugang zur traditionellen Sportart. Musikbegleitung und an Beachvolleyball erinnernde Dynamik und Lebhaftigkeit machen Beachtennis außerdem zur Jugendattraktion. Viele Vereine haben dieses Potenzial bereits erkannt und setzen auf die neue Sportart, um den Mitgliederschwund abzufangen und vor allem jüngere Spieler anzulocken. Denn auch aus finanzieller Sicht ist der sandige Sport attraktiv: Häufig lassen sich in der Nähe der Tennisanlagen Beachvolleyballplätze finden, die in Beachtennisfelder umgewandelt werden können. Zusätzlicher Ausrüstung bedarf es nicht, gespielt wird mit regulären Tennisschlägern und Methodikbällen, also den im Anfängerunterricht eingesetzten weicheren Tennisbällen. Immer mehr Anklang findet allerdings auch der Einsatz von sogenannten Beach- oder Paddle-Schlägern. Diese bestehen aus Hartgummi und lassen ein ganz anderes Spiel zu als die üblichen Tennisschläger. Im regulären Handel sind die neuartigen Schläger oft schon für unter zehn Euro zu erwerben. Empfehlenswert ist zudem, eine Außendusche zu installieren, damit die Sportler sich schon vor Ort vom Sand befreien können. Foto: ©Maximilian Hamm

Weiterführende Links

https://www.dtb-tennis.de/Initiativen-und-Projekte/Beach-Tennis
https://www.wtb-tennis.de/ressorts/breitensport/beachtennis.html
http://www.beachclub2010.de/
https://beachtennis-saarlouis.com/

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