20 Tonnen runter, 10 Tonnen rauf - Seine Plätze hatte der TC Waldreben* in Baden-Württemberg über Jahre von einer Tennisservice-Firma instand setzen lassen. Der Pfusch der Tennisservice-Firma hätte den Verein in diesem Jahr beinahe sein Renommee und einen Teil seiner Einnahmen gekostet, doch der ganze Vorstand packte an und konnte das Ruder gerade noch herumreißen.
Trotz der Vielfalt der Methoden, die die Tennisservice-Firmen bei der jährlichen Frühjahrsinstandsetzung (FIS) anwenden, geht man doch davon aus, dass die Arbeiten stets sachgerecht ausgeführt werden. In manchen Fällen ist dies ein großer Irrtum.
Guter Service, schlechter Service - Die Zeiten haben sich geändert, auch in Bezug auf die Herrichtung von Tennisplätzen. Konnte sich bis vor 20 Jahren fast jeder Tennisverein einen Platzwart leisten, der sich dieser Arbeit professionell annahm, so sucht man heute häufig nach einer Tennisservice-Firma, die diesen Job übernimmt. Auf Werbeslogans, die mit „20 Jahren Erfahrung“ titeln, sollte man dabei nicht blind vertrauen.
Was macht denn der Wohnwagen hier? - Schwindende Mitgliederzahlen haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten dazu geführt, dass Tennisvereine sich aufgelöst haben und Tennisanlagen in Trendsportstätten umgewandelt wurden. Im selben Zeitraum wuchs die Anzahl der Tennisservice-Firmen um ein Vielfaches an. Es mag paradox erscheinen, doch die rückläufigen Entwicklungen im Tennis haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Tennisservice-Firmen derart florieren konnten. Die Zusammenhänge werden ersichtlich, betrachtet man den Gang der Dinge einmal genauer.