Tennisservice24

Alles aus einer Hand – diese Redewendung mag abgedroschen klingen, doch für Sven Grimm ist dieser Anspruch gerade gut genug. Mit seiner Firma Tennisservice24 bietet er den Vereinen alles rund um den Tennisplatz. Er begleitet die Verantwortlichen von der Planung bis zur Umsetzung und Realisierung jeglicher Projekte - vom Platzneubau über die Installation von Beregnungsanlagen bis hin zur klassischen Frühjahrsinstandsetzung und der Teil- oder Grundüberholung. Er unterstützt die Vereine bei der Beschaffung von Fördermitteln und etwaigen Finanzierungsmöglichkeiten. Hinzu kommt der Verkauf von Zubehör und Geräten. Ein umfangreiches Portfolio, doch im Mittelpunkt aller Tätigkeitsbereiche steht vor allem eines - die Beratung.

Beratung als Dreh- und Angelpunkt

In Zeiten knapper Kassen und sinkender Fördermittel wollen Investitionen von den Vereinen mehr denn je wohl überlegt sein. „Wichtig ist zunächst eine Bestandsaufnahme. Wie alt und in welcher Situation ist die Anlage? Wie wurden welche Arbeiten in den letzten Jahren durchgeführt? Wo steht der Verein?“, beschreibt Sven Grimm die anfänglichen Kernfragen. Der Verein muss abschätzen, wie sich der Bedarf in den kommenden Jahren entwickeln wird. Ist der Neubau eines zusätzlichen Platzes tatsächlich notwendig oder sollte das Geld stattdessen besser zurückgelegt werden, da die nächste Grundüberholung oder Teilsanierung der bestehenden Plätze nicht mehr lange auf sich warten lässt? Unabhängig davon, für welche Investition oder Maßnahme man sich letztlich entscheidet, sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. „Beim Platzbau und der Frühjahrsinstandsetzung wird oft nur auf das Geld geschaut, ohne den fachlichen oder inhaltlichen Vergleich der Angebote vorzunehmen und die Auswirkungen der Entscheidung abzusehen“, mahnt der Diplom-Ingenieur, der auch Gutachten für Sportanlagen erstellt. Für einen hochwertigen Neubau sei der Einsatz moderner Geräte unerlässlich, was sich natürlich auf den Preis der Leistungen auswirkt. Die höhere Qualität der Arbeiten zeigt sich unter anderem in der Langlebigkeit der Anlagen. Die Unwissenheit der meisten Verantwortlichen wird hier oft ausgenutzt, um Mindestanforderungen der DIN 18035 T5 an den Platzbau zu umgehen. Gleiches gilt für hochwertiges Material, das einen erheblichen Anteil an der Qualität des Platzes hat. Wer an seiner Anlage möglichst lange große Freude haben möchte, darf bei der Auftragsvergabe nicht nur allein auf den Preis achten. „Die Vereine, die auf Qualität achten und ein wenig mehr Geld ausgeben, werden in Zukunft Geld sparen“, erklärt Herr Grimm.

Beregnung ist das A und O

A propos lange Freude: Zu dieser kann auch eine weitaus kleinere Investition beitragen: „Das Wichtigste ist eine moderne Beregnungsanlage“, weiß der Tennisplatz-Experte. Mangelhafte Bewässerung sei die Ursache für eine Vielzahl von Problemen auf den Plätzen. Zu trockenes Ziegelmehl besitzt keine Bindung, löst sich aus dem Gefüge und wird während des Spielens mehr und mehr zermahlen. Die Plätze werden als „zu weich“ empfunden. Das Material entmischt sich durch die ständige Bewegung und immer feiner werdende Bestandteile gelangen in die unteren Schichten der Ziegelmehldecke. Diese Ansammlung führt dort zu einer beschleunigten Versiegelung. Die Folge: Zu weiche Plätze, deren Bespielbarkeit spürbar beeinträchtigt und deren Lebensdauer um drastisch reduziert wird. Dies verursacht enorme Kosten. „Bei ausreichender Feuchtigkeit ist die notwendige Bindung in der Decke vorhanden und es entsteht weniger zermahlenes Korn“, erläutert Sven Grimm und fügt an, dass es sich bei Tennenplätzen, so wird die Bauweise der Ziegelmehlplätze bezeichnet, um hydraulisch gebundene Deckschichten handelt. Das Wasser ist das Bindemittel und notwendig, damit der Tennissand seine Eigenschaften bestmöglich ausbilden kann. Kein Wasser – keine Bindung.

Lohnenswerte Investition

Herr Grimm setzt in seinem Unternehmen auf moderne, vollautomatische Bewässerungssysteme , welche die nächtlichen Wassergaben entsprechend der Verdunstung anpassen. „Wer sparen will, muss in die Beregnung investieren“, lautet daher der Rat des Dresdners. Gerade ältere Plätze mit schlechter Versickerung benötigen eine nächtliche Beregnung, damit die Feuchtigkeit über mehrere Stunden gleichmäßig einziehen und damit die Festigkeit des Materials ausbilden kann. Der tägliche Wasserbedarf eines Platzes kann im Sommer bis zu fünf Kubikmeter betragen. Der jährliche Wasserbedarf beträgt 300 bis 500 Kubikmeter, je nach Witterung und Lage. Die daraus entstehenden Wasserkosten lassen sich mit einem eigenen Brunnen neutralisieren. „Der Bau einer Beregnungsanlage mit Brunnen amortisiert sich in weniger als 5 Jahren, wenn das jährliche Wassergeld dadurch entfällt“, weiß Herr Grimm. Weiter lassen sich Beregnungsanlagen mit Spezialtechnik auch ohne Gräben installieren, was den Eingriff in den Platz minimiert und die Installation damit auch während der Saison ermöglicht.
Der Pflegeaufwand der Plätze verringert sich immens. „Mit einer Beregnungsanlage werden ca. 70 Prozent aller Platzprobleme behoben“, spricht Herr Grimm aus Erfahrung. Hierin liegt aber gleichzeitig auch einen Grund für die teilweise anzutreffende Abneigung gegen die Installation einer Bewässerungsanlage. „Mancher Platzwart, der befürchtet weniger gebraucht zu werden, steht derartigen Anlagen ablehnend gegenüber“, weiß der Bauingenieur.

Ohne Wasser keine Bindung

Bei der Frühjahrsinstandsetzung variieren die Methoden und Vorgehensweisen von Firma zu Firma. Beim Tennisservice24 gibt es auf die Frage „trocken oder nass?“ jedoch nur eine korrekte Antwort: „Die Verbindung des Materials, die Ebenheit und bestmögliche Dichte, die man beim Schlämmen erzielt, kann mit der Trockenmethode niemals erreicht werden“, stellt Grimm klar. Für eine perfekte Einarbeitung des Materials kommt es auch auf Kleinigkeiten an, über die sich die meisten Laien vermutlich noch nie Gedanken gemacht haben. So empfiehlt Sven Grimm beim Einschlämmen des neuen Ziegelmehls neben einem drei Meter breiten Hobel unbedingt die Verwendung einer Fächerdüse, welche das Wasser gleichmäßig und sanft verteilt. „Wenn anstelle der Fächerdüse nur den Schlauch oder eine Weitstrahldüse verwendet, findet durch die große Menge Wasser, die mit hohem Druck und Wucht auf die kleine Fläche trifft, bereits eine Entmischung des Materials statt.“

Wohl des Vereins steht im Vordergrund

Ob Kleinigkeit oder ambitioniertes Projekt – bei Sven Grimm stoßen die Vereine mit all Ihren Fragen und Anliegen auf ein offenes Ohr. Man müsse gemeinsam die beste Lösung für alle Beteiligten finden. In Zeiten, in denen die Vereine mehr denn je mit ihrem Geld haushalten müssen, sei es umso wichtiger, dass Sie gut beraten würden, betont der Bauingenieur aus Dresden. „In jedem Fall steht letztlich das Wohl des Vereins im Mittelpunkt, nicht nur das wirtschaftliche Interesse des Unternehmens.“

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